Zukunft Terlan

Bürgeranliegen müssen ernst genommen werden

Die immer gleichen, vagen und ausweichenden Antworten und Ausflüchte auf seit Jahren bekannte Probleme. So lässt sich die Bürgerversammlung der Terlaner Gemeinderverwalter zusammenfassen, die vor Kurzem in Terlan stattgefunden hat. „Es darf nicht sein, dass ein Bürgermeister die Anliegen seiner Bürger nicht ernst nimmt und auf berechtigte Sorgen nicht reagiert,“ so die Liste Zukunft Terlan im Anschluss an die Bürgerversammlung.

 

Die gefährliche Situation in der Andrianerstraße in Terlan war Thema gleich mehrerer Wortmeldungen von besorgten Bürgern: Ein LKW-Fahrverbot in der Straße, welches zu Schulwegzeiten gelte, werde vielfach ignoriert und von den Ordnungskräften, so ein Bürger, auch nicht ausreichend geahndet. Er könne die Gemeindepolizisten schlecht anweisen die LKW-Fahrer zu „erschießen“, denn Strafzettel seien für die meist ausländischen LKWs der Abschreckung nicht genug. „Seit mindestens fünf Jahren ist diese Problematik in der Andrianerstraße alle Jahre wieder Thema bei den Bürgerversammlungen der Gemeindeverwaltung und die Antworten des amtierenden Bürgermeisters sind immer die gleichen geblieben“, so Dietmar Folie, von Zukunft Terlan.

„Es ist Aufgabe der Gemeindeverwaltung hier eine Lösung zu finden, die es sowohl den Unternehmen erlaubt ihrer Arbeit nachzugehen, als auch dem Wunsch der Bürger nach mehr Sicherheit für ihre Kinder Rechnung trägt“, stellt Folie fest, der als Bürgermeisterkandidat bei den Gemeinderatswahlen antreten wird. Und er fügt an, dass in der Vergangenheit außer leeren Versprechungen nicht viel passiert sei. Dies möchte „Zukunft Terlan“ ändern, denn die Liste steht seit Anfang an für eine offene und ehrliche Gemeindepolitik.

Eines der Hauptziele von Zukunft Terlan sei es Bürger bei wichtigen Entscheidungen, vor allem bei jenen mit langfristigen Auswirkungen, wie z.B. Großbauten im Vorfeld einzubinden und ausreichend und transparent zu informieren „Eine einmal im Jahr stattfindende Bürgerversammlung nach diesem Muster zeugt nicht davon, dass der Bürger ernst genommen wird mit seinen Anliegen, Wünschen und Sorgen“, so Zukunft Terlan.

Einer der traurigen Höhepunkte des Abends: Auf eine Antwort auf die Frage zur schlechten Lage der neu ausgewiesenen Wohnbauzone warteten die Bürger vergeblich, denn der Bürgermeister reagierte mit einer lapidaren Ansage ins Publikum „noch weitere Fragen?“ und erklärte die Veranstaltung sodann für beendet.

Die neu ausgewiesene Zone muss aufgrund mehrerer Faktoren als denkbar ungünstig für den Bau von Wohnungen gelten. So liegt die Fläche sehr nah an Eisenbahn und Mebo; Etsch und Petersbach stellen eine potentielle Überschwemmungsgefahr dar und zu alledem kommt noch eine Hochspannungsleitung, die über die Fläche führt und erst noch verlegt werden muss – mit ungenauer zeitlicher Planungsmöglichkeit.

 

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