Hölzl Magazin Terlan

Einspruch gegen den Gemeindeausschuss-Beschluss zur Bauleitplanänderung „Höller Hölzl“

Wir sind sehr verwundert über den Beschluss des Gemeindeausschusses, in dem entschieden wird, dass das Wohnbaugebiet Höller Hölzl nun zu 100% freier Wohnbau werden soll und der Geförderte Wohnbau wieder außen vorgelassen wird. Und das obwohl vor über einem Jahr etwas Anderes beschlossen wurde“, so Zukunft Terlan. Deshalb hat die Ratsfraktion einen Einspruch zum Gemeindeausschussbeschluss vom 30. August 2016 eingereicht.

Die Umwidmung der Zone Höller Hölzl wurde vom Gemeinderat am 10. März 2015 unter der Auflage genehmigt, dass die Aufteilung in 55% für den Geförderten Wohnbau und 45% für den freien Wohnbau erfolgen soll. Den ehemaligen Besitzern des Hölzl Magazins wurde immer mitgeteilt, dass ein freier Wohnbau jedenfalls nicht in Frage komme. Doch nach dem Verkauf und mehreren Verhandlungen zwischen den Bauinvestoren und der Gemeindeverwaltung, scheint dies nun trotzdem möglich zu sein. Ein Grund für diese 180-Grad-Wende scheint zu sein, dass vor Umwidmung des Grundstückes – von Gewerbegebiet in eine Erweiterungszone für Wohnbau –  nicht vereinbart wurde, wer die Kosten für den Abriss des alten Obstmagazins übernimmt. Ein Versäumnis der Gemeindeverwaltung, das nun – so scheint es – mit diesem sonderbaren Schritt wieder gut gemacht werden soll. „Wir wundern uns, dass man über so wichtige und ausschlaggebende Dinge nicht vorher schriftliche Vereinbarungen trifft“, so Zukunft Terlan. Außerdem wurde in der Zone kein Planungswettbewerb durchgeführt, wie von der Landesregierung am 28. April 2015 vorgeschrieben.

Der Gemeinderat wurde vom Bürgermeister im Zuge der Sitzung am 14. Juni 2016 befragt, was er von der Anfrage zur Bauleitplanänderung in 100% freien bwz. konventionierten Wohnbau beim Höller Hölzl Magazin halte. Dabei wurde nach einer ausführlichen Diskussion klar eine negative Haltung über die Fraktionsgrenzen hinweg deutlich. So brachte es ein SVP-Ratsmitglied auf den Punkt: „Wir werden für den Geförderten Wohnbau nie eine Lösung finden, wenn wir das Problem ständig verschieben“. Denn die Interessenten für den Geförderten Wohnbau (28 schriftliche Ansuchen liegen vor) warten seit vielen Jahren auf ein geeignetes Grundstück und werden immer wieder auf ein nächstes Projekt vertröstet. „Das macht bei den jungen Leuten in Terlan nicht gerade den Eindruck, dass man viel Wert darauf lege, Familien auf dem Weg zum Eigenheim zu unterstützen“, so Zukunft Terlan. Ganz abgesehen davon, dass durch die langen Wartezeiten sehr hoste Kosten für die Bürger entstehen, die gerne bauen würden, wenn sie währenddessen Miete zahlen müssen.

Die Gemeinderäte von Zukunft Terlan fordern den Gemeindeausschuss auf, die Haltung des Gemeinderates sowie die Bürgerinnen und Bürger, die seit Jahren auf geförderten Wohnbau warten, ernst zu nehmen.