Gemeinderat Terlan

Tätigkeit des Jugenddienstes, Jugendraum und Initiativen zur Müllvermeidung

Bei der Gemeinderatssitzung vom 14. Juni 2016 in Terlan standen mehrere bürokratische Punkte auf der Tagesordnung. Neben der Genehmigungen der Rechnungslegungen des Finanzjahres 2015 der Freiwilligen Feuerwehr von Terlan, Vilpian sowie Siebeneich, musste auch der Haushaltsvoranschlag 2016-2018 der Gemeinde Terlan genehmigt werden. Weiters wurden Franz Blaas und Hans Zelger jeweils einstimmig als Vertreter der Gemeinde für den Kindergartenbeirat von Vilpian und Siebeneich bestätigt. Auch eine Umwidmung „grün- grün“ stand wieder auf der Tagesordnung, und wurde, trotz ausführlicher Stellungnahme der Umweltschutzgruppe gegen die Rodung dieses schützenswerten Waldstückes, mit 10 Ja Stimmen, 4 Nein (von Zukunft Terlan) und 1 Enthaltung genehmigt.

Gemeinderat Terlan

Der Bürgermeister Klaus Runer stellte bei der Gemeinderatssitzung am 14.06.2016 auch einige Anträge für Bauleitplanänderungen vor.

Besonders interessant war die Vorstellung des Jahresprogramms des Jugenddienstes Mittleres Etschtal (kurz JME). Thomas Fieber, der gemeinsam mit Eva Maria Abarth Prantl ein hauptamtlicher Jugendreferent dieses Vereins ist, stellte ihre Arbeit und das Jahresprogramm genauestens vor und ließ dabei Bilder sprechen, die sehr anschaulich klar machten, welche wichtige Institution der Jugenddienst für die Gemeinden, Vereine und Pfarreien im Mittleren Etschtal ist.

Anschließend stellte Michael Huber, der Vorsitzende der Terlaner Jugend, die Tätigkeiten im Jugendraum vor und erzählte über dessen Entstehungsgeschichte. Auch er unterstrich nochmals die Wichtigkeit, die Jugendlichen nicht zu vergessen, sondern sie in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen. Huber sprach den Kindergartenumbau an und die damit verbundene Sorge, dass der gut funktionierende Jugendraum, der viele Jahre zu dieser Entwicklung gebraucht hat, von dem derzeitigen Standpunkt weichen muss. Er erläuterte auch kurz die Alternativen, die ihnen geboten wurden. Dazu zählten das Benefiziatenhaus, oder bei Erweiterung der Feuerwehrhalle, das dortige Obergeschoss. Der Vorsitzende der Terlaner Jugend wies nochmals mit Nachdruck daraufhin, dass der Jugendraum keinen Platz zum Feten brauche, abgelegen von Wohnanlagen, sondern dass die Arbeit im Jugendraum heute eine ganz andere Wichtigkeit habe. Jugendraum bedeutet ein Zusammensein, sich austauchen, lernen auf andere in der Gemeinschaft Rücksicht zu nehmen. Die Jugend gehört ins Dorf und sie möchten den derzeitigen Standpunkt nicht gern aufgeben. Die Befürchtung besteht, dass eine zeitweilige Schließung wegen Umbauarbeiten, die Aufbauarbeit der letzten Jahre zunichtemachen könnte.

Auch Zukunft Terlan ist der Meinung, dass der Jugendraum eine sofortige neue Bleibe braucht, bevor er aus den derzeitigen Räumlichkeiten weichen muss und wird sich dafür auch einsetzen.

Ein weiterer interessanter Punkt war auch das Gutachten zum Landesplan zur Abfallwirtschaft. Wenn man sich durch die hundert Seiten durchgelesen hatte, fand man mehrere Ideenanstöße, wie man in der Gemeinde umweltfreundlicher arbeiten kann und welche Initiativen es zur Müllvermeidung gibt. Neben Projekten die man für die Schulen anregen könnte, wie zum Beispiel „Papiertiger“ oder „Ökopause“, findet man auch Initiativen für Vereine und Förderungen für umweltfreundliche Gemeinden. Zukunft Terlan regte an, Informationen zu diesen Projekten in der Gemeinde aufliegen zu lassen, damit alle Mitbürger auch darüber in Kenntnis gesetzt werden. Die Anregung von unserer Seite, in der Gemeinde auf Recyclingpapier und nachfüllbare Druckerpatronen umzusteigen, wurde vorerst ignoriert. Die Begründung von Seiten der Referentin für Umwelt, Barbara Patauner, war, dass man für die Mehrkosten, die das Recyclingpapier verursachen würde, vielmehr „normales“ Papier kaufen könnte…

Auch die Aussage von Bürgermeister Klaus Runer, er sei dagegen, den Biomüll bei den Haushalten abzuholen, weil das nicht im Sinne der Umweltfreundlichkeit sei, konterte Zukunft Terlan mit der Tatsache, dass es noch viel umweltschädlicher ist, wenn jeder einzelne Haushalt seinen Biomüll selbst zum Recyclinghof fährt.

Wer sich mehr zum Thema Müllvermeidung, geförderte Initiativen und Anregungen informieren möchte, findet unter diesem Link alle Informationen: www.provinz.bz.it/umweltagentur/abfall/abfallverminderung.asp

Informationen und Unterrichtsmaterial für die Schulen kann man hier finden und herunterladen: www.provinz.bz.it/umweltagentur/umweltbildung/aktuelle-projekte.asp

Auch wenn uns oft die Aussagen einiger unserer Gemeinderatsmitglieder zeigen, wie schwer es ist, Ideologien zu vertreten und noch mehr, sie umzusetzen, bleiben wir trotzdem auf unserem Standpunkt und werden uns weiterhin dahingehend einsetzen, dass unsere Gemeinde umweltfreundlicher wird. Wir hoffen auf eure Unterstützung!

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