Zukunft Terlan

Gemeindeausschuss: Wählerwille wird mit Füßen getreten

Die Bildung des Gemeindeausschusses in Terlan wurde gestern Abend (am Dienstag, 26. Mai 2015) bei der 1. Gemeinderatssitzung zur Farce. Der Wählerwille und das Wahlergebnis werden geflissentlich ignoriert, und dies gleich in zweifacher Hinsicht: Arnaldo Luppi von der Lista Civica tritt zurück, einzig um eine italienische Vertretung im Gemeindeausschuss zu sichern, und Barbara Patauner wird von außen in den Ausschuss berufen, einzig um eine Zusammenarbeit mit der neuen Liste Zukunft Terlan von vornherein zu umgehen.

Die Liste Zukunft Terlan, mit fünf Räten im Gemeinderat von Terlan vertreten, spricht sich dezidiert gegen die Art und Weise aus, wie es zur Bildung des Gemeindeausschuss kam, der anlässlich der ersten Sitzung des Gemeinderates am gestrigen Dienstag vorgestellt und bestätigt wurde. Die Kritik hängt nicht mit Personen zusammen, sondern damit, dass der Wählerwille keinen Niederschlag in der Bildung des Ausschusses gefunden hat.

„Die Liste Zukunft Terlan repräsentiert ein Viertel der Wähler. Diese und deren Anliegen bei der Ausschussbildung von vorneherein zu übergehen, zeugt in keiner Weise von demokratiepolitischem Feingefühl und Wertschätzung den Bürgern gegenüber“, so die fünf Gemeinderäte Dietmar Folie, Anton Mittelberger, Thomas Haberer, Verena von Dellemann und Simone Thalmann. Zumal die Gemeinderäte von Zukunft Terlan ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit dem Bürgermeister in einem persönlichen Gespräch deutlich mitgeteilt hatten und es somit durchaus möglich gewesen wäre, bei der Bildung des Ausschusses auf gewählte Gemeinderätinnen zurück zu greifen, anstatt die zweite Frau im Ausschuss von außen zu berufen. „Dies wäre eine gute Gelegenheit für die örtliche SVP und den Bürgermeister gewesen, zu beweisen, dass sie die Bürger und deren Anliegen ernst nehmen und offen sind für eine neue, ehrliche Art der Politik“, so die Gemeinderäte von Zukunft Terlan. „Diese Vorgehensweise zeugt jedoch davon, dass es mit einer Politik hinter verschlossenen Türen wieter geht und Entscheidungen mit der Brechstange am Wählerwillen vorbei umgesetzt werden. Es darf mit Blick auf solche taktischen Spielchen nicht weiter verwunderlich anmuten, wenn die Wahlbeteiligung immer weiter sinkt“, so Zukunft Terlan.

Die Gemeinderäte von Zukunft Terlan betonen abschließend, dass sie die 25% der Wählerstimmen als starken Auftrag sehen, sich weiter dafür einzusetzen, dass die Gemeindepolitik bürgernäher und vor allem transparenter wird.