„Wir dürfen die älteren Menschen unserer Gemeinde nicht vergessen!“ – Seniorenwohnheim zu klein

Zukunft Terlan nimmt die Abänderung der Verordnung über die Zuweisungen von Wohnungen im Seniorenwohnheim Pilsenhof auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom Dienstag, 12.03.2019, zum Anlass im Gemeinderat das Thema ältere Menschen und deren Betreuung anzusprechen. 

 

„Wir haben in Terlan mit dem Pilsenhof ein sehr gut geführtes Altersheim, dessen Struktur jedoch in die Jahre gekommen ist,“ so Zukunft Terlan. Das Gebäude wurde vor 35 Jahren errichtet und platzt mittlerweile aus allen Nähten, was die 39 Bürger auf der Warteliste für einen Platz in den Heimzimmern belegen. 

Zudem  und das ist besonders besorgniserregend fehlt nicht nur insgesamt Platz, sondern es gibt im Pilsenhof auch keinerlei Möglichkeit der Unterbringung von Demenzkranken. „Angesichts der Tatsache, dass es in Südtirol um die 13.000 Demenzkranke gibt, wovon rechnerisch 1% auf die Gemeinden Terlan und Andrian fallen, die den Pilsenhof gemeinsam betreiben, ist es schon mehr als verwunderlich, dass die Gemeindeverwaltung hier nicht bereits aktiv geworden ist“, erklärt die Fraktion Zukunft Terlan. 

In den vergangenen Jahren hat die Gemeindeverwaltung für Investitionen wie ein neues Rathaus und den Prunkbau Bibliothek viel Geld in die Hand genommen. Auch soll der Kindergarten demnächst mit Kosten von rund drei Millionen Euro renoviert und erweitert werden. Gerade letzteres Vorhaben führt dazu, dass der Platz für Erweiterung des Pilsenhofes begrenzt ist, befindet sich der Kindergarten doch in unmittelbarer Nähe. Zukunft Terlan sieht es nach wie vor als großen Fehler an, dass der Kindergarten und die Kita nicht dort angesiedelt werden, wo sich auch die Schulen befinden. Stattdessen wird stur am aktuellen Standort festgehalten, obwohl ein Umbau und eine Erweiterung dort nicht minder kosten werden als ein Neubau am besser geeigneten Standort, der gleichzeitig auch eine bessere Erreichbarkeit und weniger Verkehr für die schmale Kirchgasse bedeuten würde.

„Wir treten dafür ein, dass die Gemeindeverwaltung jetzt aktiv wird und sich heute stark macht für das Wohl der älteren Mitbürger, die immer mehr werden und immer öfter Hilfe brauchen. Dabei gilt es Familien bei der Pflege zu entlasten, was heißt, dass gerade auch Leistungen wie Tages- und Kurzzeitpflege ausgebaut werden müssen. All dies ist in der heutigen Struktur nicht in ausreichendem Maße möglich“, so Zukunft Terlan.